Wie wichtig ist Schlaf für unsere Vierbeiner?

Schlaf ist eine der wichtigsten Tätigkeiten im Leben Ihrer Vierbeiner und, genauso wie bei uns Menschen, von verschiedenen Faktoren anhängig. Bei Hunden ist Schlaf das Abbild des täglichen Geschehens, der Lebensumwelt, Fütterungsgewohnheit und Hundealters. Die Schlafqualität beeinflusst sowohl die Aktivität und Stimmung, als auch die Gesundheit des Hundes.

Mit zunehmendem Alter ändern sich die Gewohnheiten. Im Alltag wird der Schlaf aber auch von der Ernährungsweise bzw. vom qualitätvollen Hundefutter, das der Hund einnimmt, beeinflusst. Sehr wichtig dabei ist die Auswahl einer hochwertigen Nahrung, die dem Hund langfristig Vitalität, guten Schlaf und gesundes Leben ermöglicht.

Schlafweise und -qualität sind vom Lebensstil und Umwelt abhängig

Den Schlaf unserer Hunde kann man nicht so einfach erforschen, obwohl er für sie genauso wichtig ist, wie für Menschen. Auch bei Hunden spiegeln sich die Erfahrungen im Wachzustand in den Veränderungen der Schlafweise bzw. -musters und der Schlafdauer wider. Die Schlafweise verrät zugleich auch viel über den Komfortfaktor in ihrem Lebensraum.

Interessant ist die Feststellungen, dass der Schlaf von dem Schlafort, der Unterbringung der Tiere, die sich auf den Schlaf vorbereiten, und Schlafposition abhängig ist.

Oft bestimmen Menschen die Schlafenszeit ihrer Hunde so, dass sie sie allein in einem bestimmten Raum lassen, wo die Hunde einen angebrachten und ordentlichen Schlafplatz haben. Dennoch stellte es sich heraus, dass gar 6 von 7 Hunden (unabhängig des Alters) lieber in der Nähe ihrer Besitzer einschlafen. 

Hund im Bett

Eine ungenügende Menge an Schlaf kann Folge verschiedener Faktoren sein und einer der Hauptgründe für Übergewichtigkeit und Diabetes, da der kurzdauernde Schlafmangel die Insulinempfindlichkeit verringert. Stoffwechselunregelmäßigkeiten, die Folge von Schlafmangel sind, können eine wichtige Rolle bei der verringerten Insulinempfindlichkeit spielen, denn sie verursachen die gleichen Symptome, wie bei Tieren, die Schwierigkeiten mit der Regulation des Blutzuckers haben (Diabetes bzw. Zuckerkrankheit). Deswegen ist ein ausreichender Schlaf für den gesunden Stoffwechsel und die Regulation des Blutzuckers sehr aufschlussreich.

Wichtige Faktoren sind auch Hundealter und Fütterungsweise

Laut einigen Forschungen haben erwachsene Hunde ein hochentwickeltes Gefühl bzw. Rhythmus für Aktivitäten und Ruhe. Der Rhythmus, der für Tiere sehr wichtig ist, wird vom Altern und der Fütterungsweise beeinflusst.

Wenig ist darüber bekannt, welche Gewohnheiten für das Welpenalter bzw. die Hundepubertät (bis zum ungefähr ersten Lebensalter) in Frage kommen.

Ähnlich wie bei Menschen, gilt es auch für Hunde. Jüngere Hunde, die nur einige Monate alt sind schlafen länger, wobei die nächtliche Schlafdauer bei ihnen kürzer ist, als bei älteren Hunden, die schon über 1 Jahr alt sind. Mit dem Alter (bis zum Erwachsensein) steigt also die Schlafdauer in der Nacht, ältere Hunde schlafen tagsüber hingegen mehr. Ältere Hunde haben im Vergleich zu Welpen keine längeren Nickerchen, sondern sie schlafen mehrmals am Tag ein.

Unabhängig vom Alter, hat es sich ebenso herausgestellt, dass eine zweimalige Fütterung am Tag tagsüber den Hunden weniger Nickerchen ermöglicht, diese sind aber länger, verglichen mit den Nickerchen der Hunde, die nur einmal im Tag essen. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass Hunde, die zweimal im Tag gefüttert werden, abends früher einschlafen und morgens früher aufwachen, es verkürzt sich dabei auch die Schlafdauer.

Hundesnacks für einen guten Schlaf

Kann Ernährung die Schlafgewohnheiten bei Hunden beeinflussen?

Veränderung der Schlafgewohnheiten, kann sowohl bei den Menschen, als auch bei Hunden ein Anzeichen dafür sein, dass man die Ernährung besser umstellen sollte.

Diese unerwünschten Veränderungen können als verlängerter Schlaf oder morgiges Desinteresse auftreten. Hunde schlafen im Durchschnitt 11 bis 14 Stunden, jedoch kann diese Schlafdauer wegen übertriebener Fütterung verlängert werden. Zugleich können eine übertriebene Fütterung und längere Schlafdauer zu Übergewicht führen.

Schlaf bzw. Schlafstörungen, übertriebene Lethargie, Schläfrigkeit und Desinteresse für Aktivitäten können ein Anzeichen der falschen Ernährung sein, die für Ihren Vierbeiner belastend und schwer verdaulich ist.

Übergewicht kann auch die Schlafqualität beeinflussen, ähnlich wie bei Menschen. Nicht nur das, auch bei Hunden können Schlafprobleme wie z. B. Schlafapnoe-Syndrom oder Schnarchen auftreten. Natürlich können uns das die Tiere nicht so einfach sagen, wie unsere Mitmenschen das tun u. a. unsere Partner, Freunde, Familie.

Im Fall von offensichtlichen und drastischen Gewohnheitsveränderungen in Bereichen von Aktivität, Appetit oder Verhalten, hierzu gehören auch Schlafgewohnheiten, ist es notwendig, dass man sich mit dem Tierarzt darüber berät.

Das Verhalten (und den Schlaf) unserer Hunde, kann sehr vom minderwertigen Hundefutter, das verschiedene Aditive enthält, beeinflusst werden. Hier spricht man vom Einfluss der chemischen Zusätze, darunter gehören Geschmacks- und Geruchsverstärker, Konservierungsmittel und Farbstoffe.

Der Effekt der Aditive auf das Verhalten der Tiere kann sehr groß sein – von der Hyperaktivität, Fokusmangel, bis hin zu einer vergrößerten Reaktionsfähigkeit in Verhältnissen zu Menschen oder zu anderen Hunden in ihrer Umgebung.

Hyperaktivität bei Hunden

Manchmal können Aditive einen Gegeneffekt haben. In solchen Fällen sind Hunde, die man mit mehreren Aditiven futtert, faul, schläfrig und energielos. Wenn so ein Zustand länger dauert, kann der Hund auch zunehmen. Häufige Zeichen, die sich schon am Anfang der Fütterung zeigen, sind Desinteresse für Spiele oder Aktivitäten und eine schlechte Gehorsamkeit dem Hundehalter gegenüber.

In solchen Fällen ist es empfehlenswert und angebracht die Ernährung des Hundes umzustellen und qualitätvolles Hundefutter auszuwählen, das bei der erneuten Herstellung der Naturbalance hilft, sowohl im Sinne der Gewohnheiten bzw. Biorhythmus‘ (Aktivitätsbereitschaft, Schlaf, Ruhe- und Wachzustand), als auch bei physischen Symptomen, die im Beitrag genannt wurden.

 

 

Literaturverzeichnis:

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