Schinken, Eier oder Kren – Was darf mein Hund essen?

Vor den kommenden Osterferien ist es wichtig, auch an unsere vierbeinigen Freunde zu denken. Aufgrund der aktuellen Situation, die das Leben verlangsamt hat, verbringen wir mehr Zeit in der häuslichen Umgebung und deshalb auch mit Haustieren. Da die Evolution ihnen einen bettelnden Blick gegeben hat, stehen Sie sicherlich beim Anblick auf einem Tisch voller festlicher Leckereien vor dem Dilemma – „soll ich dem Hund was geben?“ Dem Hundeblick kann man schwer widerstehen, deswegen ist oft das Essen vom Tisch auch Teil des Hundemenüs. Das ist aber nicht immer vorteilhaft. Eine Übertreibung kann sogar zu schwerwiegenden Gesundheitsproblemen führen.

Welche festlichen Leckereien darf man Hunden geben?

Besonders an Festtagen essen wir Lebensmittel, die für Hunde nicht am besten geeignet sind. Sie enthalten oft zu viel Zucker, Fett und Substanzen, die den Magen-Darm-Trakt reizen und Verdauungsprobleme verursachen.

Eier

Eier sind proteinreich und enthalten auch essentielle Amino- und Fettsäuren. Gekochte Eier sind ein passender Nahrungsersatz und können in verschiedenen Diäten verwendet werden. Man sollte aber mit der Menge nicht übertrieben.

Der Verzehr von rohen Eiern erhöht das Risiko einer Salmonelleninfektion. Rohe Eier bzw. Eiweiß enthalten Avidin – ein Protein, das das Vitamin Biotin bindet und so einen Biotinmangel verursacht. Dieses Vitamin ist wichtig für verschiedene Stoffwechselprozesse.

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Schokolade und Rosinen

Theobromin (ein Alkaloid von Kakao) findet man in verschiedenen Konzentrationen in Schokolade oder Rosinen (auch in der Potitze) und ist sehr giftig für Hunde. Schon wenige Rosinen können zu Nierenversagen führen. Eine Theobrominvergiftung hat bei Hunden schlechte Auswirkungen auf das Zentralnerven- und das Herz-Kreislauf-System (beschleunigt den Herzschlag, verursacht Krämpfe).

Schinken

Fleisch ist eine gute Proteinquelle des tierischen Eiweißes, jedoch ist es nicht das beste Lebensmittel für Hunde. Neben den großen Mengen an Fett und Salz enthält es auch Nitrate und Nitrite, die für Hunde sehr gefährlich sind.

Kren

Hunde schmecken viel besser als Menschen, deshalb können Sie sich vorstellen, dass der Verzehr von Kren für einen Hund kein besonderes Gourmet-Erlebnis ist. Es kann passieren, dass man versehentlich Kren unter Essensreste mischt, die man dann dem Hund anbietet.

Kren enthält Isothiocyanat – eine Substanz, die ihm seine charakteristische Schärfe verleiht. In der menschlichen Ernährung werden ihm viele nützliche Eigenschaften zugeschrieben, und er ist so gesehen auch nicht toxisch für Hunde. Das bedeutet allerdings nicht, dass Hunde ihn in unbegrenzten Mengen konsumieren können, selbst wenn Ihnen jemals zu Ohr gekommen ist, dass Kren für die Linderung von Husten oder Parasitenbekämpfung nützlich ist.

Da Hunde nicht an scharfes Futter gewöhnt sind, sind sie empfindlicher, insbesondere Welpen. Kren wird aufgrund seines scharfen Geschmacks nicht empfohlen, da er den Verdauungstrakt reizt und Magenschmerzen, Blähungen, Durchfall, Durst und Erbrechen verursacht. Er reizt ebenfalls die Atemwege und wahrscheinlich auch die Harnwege.

Was passieret, wenn Hunde zu viel Essensreste fressen?

Am häufigsten können Erbrechen und Durchfall auftreten, möglich sind aber auch folgende schwerwiegende Komplikationen:

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Pankreatitis

Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung ist ein sehr schmerzhafter und gefährlicher Prozess, der durch unangemessenes, sehr fetthaltiges Essen (Schinken, Verhackert, Oliviersalat) ausgelöst werden kann.

Steatorrhoe

Der Verzehr von überwiegend fetthaltigen Lebensmitteln beeinträchtigt die normale Aufnahme von Nährstoffen im Darm, was dazu führt, dass die Nährstoffe nicht vollständig genutzt werden. Übermäßige Mengen an Fett (genannt Steatorrhoe) erscheinen dann in Exkrementen.

Um unnötige Gesundheitsprobleme unserer Vierbeiner zu vermeiden, muss man ihnen die Nahrungsmittel anbieten, die speziell für sie gemacht sind. Versüßen Sie Ihrem Hund also den Tag mit unseren Nupper Hundesnacks, die nebenbei noch viele nützliche und natürliche Vitamine und Mineralien enthalten.

Magendrehung (GVD)

Übermäßiges Essen, gefolgt von körperlichen Aktivitäten wie z. B. Spaziergang oder Spielen in der Natur, haben eine wichtige Rolle beim Auftreten dieses Syndroms. Es handelt sich hierbei um eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, die die sofortige Hilfe eines Tierarztes erfordert.

Darüber hinaus können Hunde einer Verstopfung (behinderter Durchgang des Darminhalts) oder sogar einem Darmbruch ausgesetzt sein, der meistens Folge einer Einnahme von Fremdkörpern (Knochen, Zahnstocher, Schokoladenverpackungen) ist.

Ein langfristiger Verzehr unangemessener Lebensmittel führt ebenfalls zu Übergewicht.

Wie handelt man am besten an Feiertagen?

Auf dem Markt gibt es eine große Auswahl an ausgewogenen Nahrungsmitteln, die alle Bedürfnisse der Hunde stillen. Sie können das Hundefutter auch selbst zubereiten, jedoch ist es ratsam, sich zuerst mit einem Tierarzt oder Ernährungsberater zu beraten. Gewürze müssen nicht unbedingt ins Futter hinzugefügt werden, besonders keine scharfen Gewürze.

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Sie können Ihren Vierbeiner immer mit Hundesnacks belohnen, die speziell für ihn gemacht wurden. Auch ein Spaziergang in der Natur wird sicherlich allen gut gefallen. Dabei müssen Sie sicherstellen, dass die Aktivität nicht unmittelbar nach der Fütterung folgt.

 

 

Literaturverzeichnis:

Hand MS et al., Small Animal Clinical Nutrition, 5th Edition (2010)

True Pet Story: Can Dogs Eat Horseradish?

Jan Reisen. American Kennel Club: Can dogs eat ham? (26.03.2017)

Kaitlyn Arford. American Kennel Club: Can dogs eat eggs? (08.03.2021)

The University of Sydney: 3 reasons you shouldn't feed Christmas ham to your dog (06.12.2017)